Das Ensemble

Oboen:
Omar Zoboli, Nathalie Gullung
Klarinetten:
Sergio Delmastro, Franziska Hauser
Hörner:
Thomas Müller, Chandra Rolf Mäder
Fagotte:
Gabor Meszaros, Orsolya Juhasz
Kontrafagott:
Nicolas Michel

Das neu gegründete Emsemble Gli Amici della Luna wird seine ersten Konzerte ganz der Bläserkammermusik Mozarts widmen. In freundschaftlicher Probenarbeit werden die 9 hochqualifizierten Bläser aus der Schweiz und Italien in Probentagen und Konzerten in Langenbruck ihre Kunstfertigkeit und Freude am Zusammenspiel in lockerer Atmosphäre in die Musik einfliessen lassen.

Konzerte mit Gli Amici della Luna

Anlässlich des 5. Langenbrucker Konzertfrühlings

20. Mai 2022, 20 Uhr, Kloster Schönthal
Weitere Info: Kulturbruck.ch

Kommentiertes Konzert:
Mozartopern arrangiert für 2 bis 9 Bläser

Die als «Harmoniemusik» benannten Bläserformationen hatten im 18. Jahrhundert einen grossen Stellenwert in Adelshäusern, machten aber auch „auf der Strasse“ ihre Auftritte. Oft spielten sie Bearbeitungen von den neuesten Opernhits in verschiedendsten Gruppierungen, damit diese dann als «Gassenhauer» von den Dächern der Städte gepfiffen werden konnten. Das Bläserensemble Gli Amici della Luna wird in einem ungezwungenen «Werkstattkonzert» mit Arrangements von Mozarts Opern «Don Giovanni» und der «Zauberflöte» einen unerhaltsamen Einblick in die Jahrhunderte überdauernden Opernpartien und in die Bläserwelt zu Mozarts Zeit geben und diese Bläserformation dem Publikum quasi „zum Anfassen“ präsentieren.

21. Mai 2022, 20 Uhr, Kloster Schönthal
Weitere Info: Kulturbruck.ch

Bläserserenade

Mozart: Serenade c-moll KV 388
Juon: Arabeske
Mozart: Serenade Es-dur KV 375

Mozarts Kompositionen für Bläser gehören zweifellos zu den eindrücklichsten Werken für Bläserensemble. Allen voran die sogenannte «Gran Partita» für 13 Bläser und die beiden Serenaden für Bläseroktett - 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Hörner und 2 Fagotte - welche im Konzertprogramm stehen. Der süffige Klang, die emotionale Ausdruckskraft, die subtile Verwendung der Instrumentation und die grossartige klangliche Balance dieser genialen Werke gehören zweifellos zu Mozart's Meisterwerken.
Die Serenade in c-moll KV388 ist ein aufwühlendes Werk von einzigartiger emotionaler Ausdruckskraft. Die 5-sätzige Serenade in Es-dur KV 375 hat Mozart in einem Brief als „ein wenig vernünftig geschrieben“ bezeichnet. Aber auch in ihr spart Mozart nicht mit Überraschungen die uns immer wieder aus dem Schlaf des Erwarteten reissen und in tiefgründige Gewässer führen. Gli Amici della Luna werden diese Kompositionen, der Aufführungspraxis der Zeit entsprechend, mit einem zusätzlichen Bassinstrument aufführen.
Zudem wird zum 150. Geburtstag des Langenbrucker Komponisten Paul Juon sein viersätziges „Trio d’anches“ op. 73, «Arabesken» genannt, einen prominenten Platz in diesem Programm haben. 'anches' nennt man die Rohrblätter der 3 ausführenden Instrumente: Oboe, Klarinette und Fagott. Diese Musik wurde 1940 geschrieben und ist Juons letztes vollendetes Werk.

Die Musiker

Omar Zoboli, Oboe
Wohnt in Zürich.
Weltweite Konzerttätigkeit mit Auftritten bei bedeutenden Festivals in Europa, Japan, Nord- und Südamerika. Hat als Solo-Oboist im Rundfunk-Orchester Neapel, im Orchestra della Radio Svizzera Italiana in Lugano, im Sinfonie-Orchester St. Gallen und im Kammerorchester Basel gewirkt; mit Barock- und Klassischen Oboen u.a. mit Concentus Musicus Wien (Harnoncourt), mit Giardino Armonico (Antonini), mit La Scintilla in Zürich und bei den Barocchisti (Fasolis).
Zahlreiche CDs als Solist und Kammermusiker.
Unterrichtstätigkeit für Oboe und Kammermusik an den Konservatorien von Turin, Lugano, Genf und an der Musikhochschule in Basel. Erteilt Fortbildungskurse in England (London Royal College und Royal Akademy of Music, Manchester, Birmingham), Spanien, Deutschland, Holland, Schweden, in der Tschechischen Republik, in Italien, in der Schweiz, in Südamerika und in China.
Studierte bei Sergio Possidoni, Heinz Holliger und Paul Dombrecht, entscheidende Impulse von Nikolaus Harnoncourt und Frans Brüggen.

Nathalie Gullung, Oboe
Wohnt in Biel.
Solo-Oboistin bei Musique des Lumières und beim Ensemble Symphonique Neuchâtel.
Mitglied des SIGMA Ensembles.
Unterrichtet Oboe am Conservatoire de Musique Neuchâtelois.
Studierte am Conservatoire du Québec à Montréal (Philosophie und Oboe), bei Jean-Pierre Arnaud (Paris) Hans Elhorst (Bern) und Omar Zoboli (Basel)

Sergio Delmastro, Klarinette
Wohnt in Milano.
Studierte Klavier Klarinette, Gesang und Komposition am Turiner Konservatorium.
War Soloklarinettist in verschiedenen italienischen Orchestern. 
Solist und Kammermusiker mit Ensembles wie I Solisti Veneti, dem Zagreb Quartet und dem Ottetto Classico Italiano. Regelmässiger Kammermusikpartner mit Omar Zoboli in verschiedenen Besetzungen.
Aufnahmen mit Labels wie Nuova Era, Stradivarius, BMG Ricordi, und MGA
.
Lehrtätigkeit an verschiedenen italienischen Konservatorien, seit 1994 am Konservatorium Giuseppe Verdi in Mailand.
Vielfach Jury-Mitglied internationaler Wettbewerbe.

Franziska Hauser, Klarinette
Wohnt in Goldiwil.
Ausbildung zur Klarinettistin in Bern bei Kurt Weber und Detmold bei Jost Michaels.
Spielte in  verschiedenen Ensembles, Orchestern, Kammermusikgruppen, u.a. Basler Sinfonietta , La Strimpellata, verschiedene Bläserformationen.
Liebt Improvisation und hat in den letzten Jahren auch komponiert.
Beteiligt sich gern an ausgefallenen Projekten, vor allem mit ihrer langjährigen Kammermusikpartnerin, der Pianistin Katharina Grünig.

Thomas Müller, Horn
Wohnt in Neuendorf.
Solohornist im Zürcher Kammerorchester.
Zählt zu den herausragenden Spielern des Naturhorns und arbeitet mit namhaften Ensembles und Dirigenten zusammen (Jordi Savall, René Jacobs, Freiburger Barockorchester, Tafelmusik (Toronto), Concert des Nations, Bach Collegium Japan und vielen mehr).
Seit 1982 Dozent für Naturhorn an der Schola Cantorum Basiliensis.
Studierte Horn an der Basler Orchesterschule bei Joszef Brejza und an der Hochschule für Musik in Essen mit Hermann Baumann.

Chandra Rolf Mäder, Horn
Wohnt in Langenbruck.
Trompetenstudium an der Musikhochschule Basel bei Edward Tarr. Danach Hornunterricht bei Francesco Raselli und Günther Schlund und Naturhorn bei Thomas Müller.
Freelance Hornist in verschiedenen Schweizer Orchestern und in internationalen Alte Musik Ensembles mit Naturhorn (u.a. Il Giardino Armonico, Concerto Köln, Freiburger Barock Orchester).
Ausserdem Chorleiter und Initiant von Gesangsprojekten mit einer grossen Vorliebe für weltliche Renaissancemusik.

Gabor Meszaros, Fagott
Wohnt in Lugano.
Fagottist, Dirigent und Dozent an der Musikhochschule der italienischen Schweiz „Conservatorio della Svizzera Italiana“ in Lugano.
Solofagottist der Kammerphilharmonie Graubünden. Mit 26 Jahren bekam er seine erste Anstellung als Solofagottist beim Sinfonieorchester der Balearen und spielte danach in diversen Sinfonieorchestern in der Schweiz, Spanien und Deutschland.
Ein wichtiger Teil seines Schaffens an der Musikhochschule sind die Konzerte des Bläserensembles, die er als Dirigent betreut, und die Kammermusik, wo er seine reiche Erfahrung der jungen Generation weitergeben kann. Ausserdem gibt er Meisterkurse in Italien, Deutschland, Frankreich, Ungarn, Portugal, Spanien, Korea, China und in der Schweiz. Nationale und internationale Wettbewerbe laden ihn immer wieder als Jurymitglied ein.
Er ist ausserdem künstlerischer Leiter des internationalen Musikfestivals TICINO MUSICA, wo sich jedes Jahr über 300 Künstler aus aller Welt versammeln.

Orsolya Juhasz, Fagott
Wohnt in Milano.
Preisträgerin der internationalen Wettbewerbe für Fagott in Chieri und Prager Frühling.
Spielte Solokonzerte von C.M. Weber, J.N. Hummel, A. Jolivet und W. A. Mozart mit dem Orchestra della Svizzera Italiana und dem Prager Kammerorchester.
War Solofagottistin des Ungarischen Symphonieorchesters und des Orquestra de la Comunitat Valenciana und spielte sie unter der Leitung von Lorin Maazel und Zubin Mehta. 
Seit 2021 Solofagottistin im Orchestra Sinfonica G. Verdi in Mailand.
Studierte bei Gabor Janota (Musikhochschule Ferenc Liszt ) und Gabor Meszaros (Conservatorio della Svizzera Italiana) Weitere Studien am "Instituto Internacional de Musica de Camera de Madrid" mit Klaus Thunemann und Hansjörg Schellenberger.

Nicolas Michel, Kontrafagott
Wohnt in Biel.
Fagottstudium bei Jean Claude Montac, Paris, Ingo Becker, Bern und Alberto Guerra, Lausanne und historische Instrumente bei Lorenzo Alpert in Genf.
Mitglied des Orchesters Musique des Lumières.
Unterrichtet Fagott an den Musikschulen Solothurn, Biel, Lyss und Aarberg.

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